Kartoffelsalat

Lust auf einen echten Klassiker fürs Grillfest, der rundum gut tut? Dieser lektinfreie Kartoffelsalat setzt auf im Schnellkochtopf gegarte Kartoffeln voller resistenter Stärke, die herzhafte Würze von Liebstöckel und einen genialen Gurken-Trick: Durch das Entwässern und kurze Marinieren in Essig bleiben die Gurken herrlich knackig und verwässern das Dressing nicht. Ohne Ei, ohne Nachtschattengewächse (wie Paprika oder Tomate) und ohne Petersilie – aber mit 100 % Geschmack, der auch auf jeder Grillparty überzeugt!

Kartoffelsalat

Rezept von Susanne und Lektini

Würziger Liebstöckel-Kartoffelsalat (Lektinfrei & Ei-frei)

Zutaten

  • 800 g Kartoffeln (Im Schnellkochtopf 20 Minuten unter hohem Druck gegart und über Nacht im Kühlschrank abgekühlt)

  • 1 Salatgurke

  • 1-2 EL gefriergetrocknete Zwiebeln

  • 1-2 EL Liebstöckel, fein gehackt (je nach Geschmack, frisch oder getrocknet)

  • Salz zum Entwässern der Gurke

  • Für das Dressing:
  • 4–5 EL hochwertiges Olivenöl

  • 2–3 EL milder Essig (z. B. Apfelessig oder Weißweinessig)

  • 1 TL Senf (mittelscharf, sorgt für die Bindung)

  • Salz & schwarzer Pfeffer

  • 1 Prise Süße

  • 1-2 EL warmes Wasser (oder lektinfreie Gemüsebrühe)

Zubereitung

  • Die Gurke gründlich schälen, der Länge nach halbieren und die wässrigen Kerne mit einem Teelöffel vollständig herauskratzen.
    Die Gurkenhälften in kleine Stücke schneiden, in eine Schüssel geben und kräftig mit Salz bestreuen. Ca. 15 Minuten schwitzen lassen, damit das Wasser entweicht.
    Danach die Gurkenscheiben mit den Händen sehr kräftig ausdrücken.
    Optional für extra Frische: Die ausgedrückten Gurkenscheiben in einer kleinen Schüssel mit ca. 1 EL des eingeplanten Essigs übergießen und ziehen lassen.
  • Die gefriergetrockneten Zwiebeln zusammen mit dem restlichen Essig, dem Senf, Salz, Pfeffer, der Prise Süße und dem Esslöffel warmem Wasser in eine kleine Schüssel geben.
  • 5 Minuten ziehen lassen, damit die Zwiebeln weich werden und das Aroma aufsaugen.
  • Danach das Olivenöl unter kräftigem Rühren hinzufügen, bis ein sämiges Dressing entsteht.
  • Den fein gehackten bzw. getrockneten Liebstöckel unterrühren.
  • Die kalten Kartoffeln in Scheiben scheiben und mit den Gurken zu dem Dressing in die Schüssel geben und alles vorsichtig vermengen.
  • Den Salat bei Zimmertemperatur 15 bis 20 Minuten ziehen lassen, damit die Kartoffeln das Aroma des Liebstöckels und der Zwiebeln perfekt annehmen.
  • Zum Schluss noch einmal abschmecken und servieren.

Die Geschichte hinter diesem Rezept: Warum aus der Not eine absolute Lieblings-Kreation wurde

Grillpartys und Unverträglichkeiten – eine Kombination, die viele von uns kennen. Man möchte etwas Leckeres, Bodenständiges mitbringen, das allen schmeckt, aber gleichzeitig den eigenen Bauch glücklich macht.

Die Idee für diesen Kartoffelsalat entstand spontan vor einem Grillabend, als im Kühlschrank genau die Zutaten fehlten, die man sonst in jeden klassischen Kartoffelsalat wirft: Keine Eier, keine Paprika, keine Tomaten – und diesmal sogar keine Petersilie.

Statt den Kopf in den Sand zu stecken, haben wir gepuffert und experimientiert:

  • Das Fundament (Darmliebe pur): Die Kartoffeln waren wie gewohnt bereits im Schnellkochtopf gegart, um Lektine abzubauen, und durften über Nacht im Kühlschrank abkühlen. So entsteht wertvolle resistente Stärke, die dem Darm gut tut und den Blutzucker stabil hält.
  • Die Würze (Liebstöckel & Zwiebeln): Da Petersilie vom Speiseplan wegen Unverträglichkeit gestrichen war, fiel die Wahl auf Liebstöckel (Maggikraut). Zusammen mit gefriergetrockneten Zwiebeln, die sich im Dressing fantastisch vollsaugen, bringt er eine tief-würzige, fast schon herzhafte Umami-Note in den Salat, die absolut nichts vermissen lässt.
  • Der Durchbruch (Der Gurken-Trick): Normale Salatgurken neigen dazu, den ganzen Salat zu verwässern. Die Lösung? Die Gurke schälen, entkernen, salzen, kräftig ausdrücken und kurz in etwas Essig marinieren. Das Ergebnis war überraschend gut: Statt mühsam kleine Salatgurken zu schälen und zu entkernen, hat sich dies als leckerer Kompromiss offenbart.

Das Fazit vom Grillabend: Der Salat hat allen geschmeckt und da das Rezept direkt nachgefragt wurde, haben wir es heute schnell mal hier zusammengeschrieben.

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